Eine Begegnungsstätte für Kinder, Jugendliche und Bürger am Krabbenkamp

   Konzept

Aus der Idee, einen Unterstand für Jugendliche am Rande des Sportplatzes zu errichten, ist im Laufe der Zeit ein attraktiver Treffpunkt für den Stadtteil Krabbenkamp in Form eines ausgebauten Holzhauses entstanden. Der Bau wurde überwiegend durch Spenden finanziert und unter Anleitung von Martin Bokeloh, einem Mitarbeiter des TSV-Reinbek, fast ausschließlich durch Kinder und Jugendliche erstellt. Das Konzept des Holzhauses ist "ursprünglich", um ein "Survival-Erlebnis" für Kinder und Jugendliche am Rande eines "versorgten" Wohnortes zu ermöglichen. Statt Wasser aus dem Wasserhahn gibt es eine Schwengelpumpe oder Regenwasser aus der Tonne. Anstelle einer Zentralheizung muss ein Bollerofen mit selbst gehacktem Holz befeuert werden. Eine Komposttoilette erspart die Wasserspülung. Strom wurde als Kompromiss für Licht akzeptiert. Teil des Konzepts ist eine eigenverantwortliche Nutzung, Erhaltung und Weiterentwicklung des Holzhauses durch Krabbenkamper Bürger.

   Ausstattung

Neben einer Nutzung im ursprünglichen Sinne, können im Holzhaus Anforderungen an eine zeitgemäße Jugendarbeit erfüllt werden.
Zur Ausstattung des Holzhauses gehören neben einem Töpferbrennofen ein Grillrost, Kochplatten, Kühlschrank, Wasserkocher, mehrere Wasserkanister, eine Küchentheke, ca. 20 Stühle, ein Dreisitzer, ein Zweisitzer und ein Sessel, 4 Tische, eine Musikanlage, Discolicht, Tischfußball, kleinere Sportgeräte, eine Spielesammlung und eine kleine Jugendbuchbibliothek. Im Außenbereich des Holzhauses kann eine große Spielwiese, ein Fußballplatz, eine Basketballfläche, eine Tischtennisplatte und das direkt angrenzende Naturschutzgebiet Billetal genutzt werden.
Der Ausbau des Holzhauses und seine Ausstattung sind selbstverständlicher Teil des Konzeptes. Gegenwärtig wird an einem Internetzugang als Voraussetzung für weltweite Kommunikation zwischen Jugendverbänden zu aktuellen Fragestellungen, an einem Amphitheater für Großgruppenkommunikation, z.B. Kindergartennutzung, Ferienaktionen und Ortsteilfeste und an einer Anschaffung weiterer Sportgeräte für eine nicht organisierte sportliche Betätigung der Bürger, dem Ausbau der Terrassensäulen im Stile des Künstlers Hundertwassers gearbeitet.

   Nutzung

Der Raum im Holzhaus mit seiner Ausstattung wird von Krabbenkamper Bürgern individuell genutzt. Regelmäßige Gruppentreffen sind z. Zt. Basteln, Töpfern, Rollenspiel" Das schwarze Auge", Bauen am Holzhaus. In der Vergangenheit gab es eine Zeitungsgruppe, Tanzkurse, wöchentliche Jugendfeten und Vorlesenachmittage.

Seit Bestehen des Holzhauses wird es auch privat für Kindergeburtstage, Familienfeiern und Feten genutzt. Das Holzhaus ist in seiner malerischen Umgebung Anlaufstelle für auswärtige Gruppen, z.B. Ziel einer Radwanderung oder einer Schnitzeljagd, Treffpunkt für Kindergärten, Schulklassen oder einer Gruppe des Sportvereins.

   Veranstaltungen

Schon seit einigen Jahren finden einmal jährlich Ferienaktionen über 3 Tage statt. Das Betreuerteam des Holzhauses veranstaltete in eigener Regie die Indianerkulturtage, 3 tolle Tage" Kunst und Spektakel", ein Seeräuberfest, die Chinatage und "Altes Handwerk & Dorffest".

Die Krabbenkamper Bürger organisieren mit Unterstützung des Holzhausteams Stadtteilfeste, z.B. zuletzt das 25-jährige Bestehen des Ortsteiles Krabbenkamp am 13.9.03 mit Festzelten, Hüpfburg, Ponyreiten, Seilbahn, Riesenplanschbecken und verschiedenen Gesellschaftsspielen im Freien, Stadtteilquiz und Musik und einem leckeren Buffet.